Vanuatu, das „Land, das aufsteht“

Auf dem Titel dieses Gemeindebriefes ist ein farbenfrohes Gemälde abgedruckt; es ist das Motiv des diesjährigen Weltgebetstages. Viele werden sich fragen: Vanuatu, wo liegt das überhaupt? Das Bild verrät ein bisschen darüber. Vanuatu ist ein Inselstaat im Pazifischen Ozean, ein Südsee-Archipel. Da denken viele Menschen an Palmen und Sandstrände, bunte Korallenriffs, fröhlich tanzende Menschen in Baströckchen; und das Alles gibt es dort auch! Die Inselgruppe ist aber auch gefährdet: Erdbeben und Vulkanausbrüche, 8 bis 10 Wirbelstürme pro Jahr(!!!), aber auch von Menschen gemachte Katastrophen wie Umweltverschmutzung und Ausbeutung von Menschen und Natur plagen die Bevölkerung. Vanuatu ist noch ein junger Staat, der erst im Jahr 1980 seine Unabhängigkeit von den Kolonialmächten England und Frankreich erlangte. Sklavenhandel und Kannibalismus sind noch nicht vergessen. Von diesem Land kurz hinter der Datumsgrenze soll in diesem Jahr das Gebet 24 Stunden lang um die ganze Welt gehen. Wir werden es mittragen im Jugendgottesdienst am 5. März, im Raschauer Gottesdienst am 7. März, aber jede und jeder kann auch von zuhause aus am Weltgebetstag teilnehmen, entweder online über www.weltgebetstag.de oder im Fernsehen über bibelTV.
Das Thema lautet: „Worauf bauen wir?“ Und das ist eine Frage, die wir uns immer wieder beantworten müssen. Die Inseln von Vanuatu liegen auf sandigem oder vulkanischem Grund, sind also sehr verletzlich. Auch unser Leben braucht ein festes Fundament, und das finden wir in den Worten unseres Herrn Jesus Christus. Frauen auf Vanuatu finden im Glauben eine neue Stärke, auch im Ringen um ihre Rechte. Sie finden eine Gemeinschaft, die sie stärkt.
Auch wir wollen uns stärken lassen, gemeinsam etwas zu bewegen durch unser Gebet und unsere Gemeinschaft. Wir wollen mit dem Blick in ferne Länder auch dankbar erkennen, wie gut wir es haben und wie viel wir verändern können, damit Frauen, Männer und Kinder überall ein würdiges Leben haben.

Einen herrlichen Frühling wünscht
Ihr/ Euer Pfarrer Volker Burkart